Technik, die begeistert
So als Mann unterliegt man ja hin und wieder einem gewissen Spieltrieb. So möchte man(n) - in diesem Fall ich - nicht nur Fahrrad fahren, sondern auch wissen (und beweisen) wo lang und wie schnell man gefahren ist. Und da man auch gerne genauere Angaben machen möchte als "da hinten an den Feldern lang" und "so schnell, daß die entgegen kommenden Insekten den Aufprall nicht mehr überlebt haben", kann man verschiedene technische Hilfsmittel (meine Frau sagt auch Spielzeug dazu) einsetzen. Mir stehen dafür ein sogenannter Bike Computer aus dem Jahre 2003 und ein etwas neueres Handy mit GPS Sensor zur Verfügung.
Bike Computer
Früher hieß das Teil noch Tacho oder Fahrrad-Computer. Heute ist alles anders und vor allen Dingen englisch, also heißt's nun Bike Computer. Das Gerät, das an meinem Fahrrad hängt, stammt aus dem Jahre 2003, trägt den Namen BC-1200 und sieht rein optisch auch nicht großartig anders aus, als die Geräte, die heutzutage in der Auslage des Fahrradfachhandels herumliegen. Nur die verwendeten Batterien scheinen den Sprung von 2003 nach 2010 nicht ganz so gut verkraftet zu haben. Das Display blieb nämlich leer.
Nachdem mich das Abbauen des Geräts locker 5 Minuten in Anspruch genommen hatte (schließlich hatte ich das Gerät noch nie abgenommen und wer bewart schon kleine Faltzettelchen 7 Jahre lang auf), kam ich dann auch an das Batteriefach, um mit dem leergesaugten Exemplar beim örtlichen Händler eine neue Batterie zu erstehen. Bzw. gleich zwei, da mir im Laden einfiel, daß der ganze Krempel drahtlos funktioniert und bestimmt Sender und Empfänger gerne Strom hätten.
Da ich mit dem Kauf der Batterie - wie so oft - gerne mal bis kurz vor Ultimo gewartet hatte, schaffte ich in der Eile gerade mal den Wechsel der Batterie des Fahrrad-Computers selbst, was dazu führte, daß ich während der nächsten Radtour die seltsamsten Werte angezeigt bekam und nach der Strecke von ca. 25 km nur 9 km mehr auf dem Fahrrad-Computer vermerkt waren.
Inzwischen habe ich aber alle Batterien ausgewechselt, die Einstellungen eingestellt und erhalte auch plausible Werte...
GPS-Handy
Zum Jahreswechsel 2009/2010 gab es ein neues Handy - ein Samsung Jet S8000. Klar, in erster Linie zum Telefonieren, in zweiter Linie war aber auch etwas Schnick-Schnack dabei, den kein Mensch braucht. Dachte ich bis dahin...
Mit dem Fahrrad aus dem Keller kam auch aus dem Handy eine nie gebrauchte Funktion: Der GPS-Sensor. Schnell mal eben gegoogelt und hey: Es gibt Software, die Routen aufzeichnet! Cool. Das mache ich jetzt auch. Gesagt - getan - gescheitert. Bei der ersten Tour hat das Aufzeichnen zwar prima funktioniert, allerdings (www.dicke-finger.de läßt grüßen) habe ich es geschafft, die aufgezeichnete Strecke nicht hochzuladen, sondern direkt und unwiderruflich zu löschen. Schade eigentlich.
Bei der zweiten Tour wurde nicht wirklich viel aufgezeichnet. Nach ca. 25 gefahrenen Feierabendkilometern und einer fix und fertigen Person meinerseits und der Frage "Wo ist eigentlich das 'gemütliche' an der 'gemütlichen Feierabendtour'?" zeigte mir das Handy sage und schreibe 100 Meter zurückgelegte Strecke an. In Worten: Einhundert Meter! Ich bin schier vom Glauben an die Technik abgefallen.
Inzwischen habe ich aber den Grund für die Probleme ergoogelt: Wenn man die Tastensperre des Mobiltelefons aktiviert, wird der GPS-Sensor deaktiviert. Natürlich! Da hätte ich auch gleich dran denken können... Mal schauen, was die Technik bei den nächsten Touren so macht. Wenn sich der Touren-Bereich mit Inhalten füllt, funktioniert's...
